Ausbildung in der Emotionsfokussierten Familientherapie
Die Emotionsfokussierte Therapie nach Sue Johnson verbindet Bindungswissenschaft, emotionsfokussiertes und systemisches Arbeiten. Sie wird heute in drei eigenständigen Ausbildungs- und Zertifizierungswegen für die Arbeit mit Paaren (EFT), Familien (EFFT) und Einzelklient*innen (EFIT) weitergeführt. Gemeinsame Grundlage ist das viertägige EFT-Basistraining. Ein EFFT-Intro bietet vorab die Möglichkeit, den Ansatz und seine zentralen Grundlagen kennenzulernen.
Für die Arbeit mit Familien führt der Ausbildungsweg anschließend über das EFFT Essentials und die EFFT Consultation zur Zertifizierung als EFFT-Therapeut*in. Parallel dazu kann die EFT-Paartherapie unter anderem im Rahmen unserer dreijährigen EFT-Paartherapie-Ausbildung vertieft und bis zur Zertifizierung weitergeführt werden.
EFFT-Intro
praxisnahes Einführungstraining an zwei VormittagenEFT-Basistraining
intensives, praxisnahes Training über 4 TageSupervision & Selbsterfahrung
der zentrale BausteinEFFT-Essentials & Consultation
Anwendung der EFT im familiären KontextZertifizierung in der EFT-Familientherapie (EFFT)
anhand von zwei Videoaufnahmen eigener SitzungenDie Zertifizierung als EFFT-Therapeut*in ist ein eigenständiger Zertifizierungsweg des ICEEFT für die emotionsfokussierte Arbeit mit Familien. Ziel ist es, EFFT fundiert zu erlernen und die zentralen bindungs- und emotionsfokussierten Interventionen sicher in der therapeutischen Praxis anwenden zu können.
Zum Ausbildungsweg gehören das EFFT Essentials, die EFFT Consultation, mindestens sechs Stunden zusätzlicher, von ICEEFT anerkannter EFFT-Fortbildung sowie die erforderliche Supervision. Ergänzend gehört die Lektüre des EFFT-Grundlagenbuches zum Zertifizierungsweg.
Ein zentrales Element der Zertifizierung ist die Darstellung und Konzeptualisierung eines eigenen Familienfalls aus Bindungsperspektive. Dazu gehören unter anderem die familiäre Vorgeschichte, das negative Interaktionsmuster, zentrale Auslöser, Emotionen und Bindungsbedürfnisse sowie die therapeutische Entwicklung. Das Assessment wird dabei anhand des CARE-Rahmens strukturiert.
Für die Zertifizierung werden außerdem zwei Videoausschnitte aus eigenen EFFT-Sitzungen eingereicht. Gemeinsam sollen sie die zentralen EFFT-Kompetenzen und alle Bewegungen des EFT-Tangos zeigen – insbesondere die Arbeit mit Emotionen im Hier und Jetzt und die Gestaltung neuer, sicherer Begegnungen zwischen Eltern und Kindern.
Die Zertifizierung versteht ICEEFT dabei als einen wichtigen Meilenstein in einem fortlaufenden Lern- und Entwicklungsprozess als EFFT-Therapeut*in.
Die Bindungstheorie erweitert das systemische Verständnis der Therapie, weil sie Therapeuten hilft, die einzigartige Bedeutung disruptiver Verhaltensweisen im Kontext der Beziehung zwischen Mutter und Kind zu verstehen.
– Marlene M. Moretti und Roy Holland (2003)